Herzkohärenz: Vom Kopf ins Herz – vom Denken ins Fühlen
Was passiert, wenn wir aufhören, für alles eine Antwort im Kopf zu suchen – und anfangen, auch auf unser Herz zu hören?

Ich bin von Haus aus ein Kopfmensch. Ich denke viel. Eigentlich ständig. Gedanken, Ideen, Geschichten, Möglichkeiten – in meinem Kopf ist fast immer etwas los. Wenn ich eine Entscheidung treffen musste, habe ich früher gerne Pro-und-Contra-Listen geschrieben. Ich wollte alles analysieren, abwägen und verstehen. Und wenn ein Problem auftauchte, war meine Strategie klar:
Noch mehr darüber nachdenken.
Irgendwann würde ich schon die richtige Lösung finden. Heute weiß ich, dass das nicht immer funktioniert.
Wir lernen, unserem Kopf zu vertrauen
Vielleicht ist es auch kein Wunder, dass ich so geworden bin. Von klein auf lernen wir, wie wichtig unser Verstand ist. Wir lernen rechnen, schreiben, analysieren, Wissen anzuhäufen und Probleme logisch zu lösen. Je mehr wir wissen, desto besser. Je besser wir denken können, desto erfolgreicher sind wir. Und so trainieren wir unseren Kopf – oft viele Jahre lang. Auch meine Ausbildung zur Mentaltrainerin passte zunächst wunderbar dazu. Es geht dort schließlich ebenfalls um Gedanken, Glaubenssätze und die Art und Weise, wie wir unsere innere Welt gestalten.
Doch irgendwann begann sich etwas zu verändern. Durch die Arbeit mit The Work of Byron Katie eröffnete sich mir ein neuer Blick auf meine Gedanken und auf meine Wahrnehmung der Realität. Ich begann zu erkennen:
Vielleicht ist nicht alles wahr, was ich denke.
Und vielleicht muss ich auch nicht auf jede Frage, die mein Kopf stellt, sofort eine Antwort finden.
Wenn Denken nicht mehr weiterhilft.
Trotzdem blieb ich lange meinem Kopf treu. Bis ich irgendwann über Dr. Joe Dispenza und Gregg Braden auf das Thema Herzkohärenz stieß. Und plötzlich war da etwas, das mich tief berührte. Denn ich hatte schon lange den Wunsch, einen besseren Zugang zu meiner Intuition und zu meinen Gefühlen zu bekommen. Nicht nur zu wissen, was ich fühle. Sondern es tatsächlich zu spüren. Das viele Nachdenken war nämlich nicht nur hilfreich. Es konnte auch unglaublich anstrengend sein. Und rückblickend muss ich sagen: So manches Problem wurde durch noch mehr Denken nicht kleiner. Manchmal wurde es dadurch sogar größer.
Vom Kopf ins Herz
Besonders spannend war für mich die Erkenntnis, dass mir negative Gefühle eigentlich gar nicht so schwerfallen. Ärger? Kann ich. Wut? Auch. Trauer? Die darf sein.
Aber Dankbarkeit? Wertschätzung? Mitgefühl? Das war schon schwieriger. Ausgerechnet die Gefühle, die sich leicht und warm anfühlen, waren für mich manchmal gar nicht so leicht zugänglich. Durch meine Beschäftigung mit dem Herzen und positiven Gefühlen wie Dankbarkeit, Wertschätzung, Mitgefühl oder Begeisterung hat sich für mich eine neue Möglichkeit eröffnet: mehr mit meinen Gefühlen im Allgemeinen in Kontakt zu kommen. Mehr vom Kopf ins Herz. Durch die einfachen Übungen des HeartMath®-Instituts habe ich heute sehr wirksame Werkzeuge an der Hand, die mich dabei unterstützen. Eine der ersten Dinge, die ich in meiner Ausbildung zur HeartMath®-Coachin gelernt habe, war das bewusste Beobachten meiner eigenen emotionalen Landschaft. Also innezuhalten und wahrzunehmen:
Wie fühle ich mich gerade?
Ist da ein positives Gefühl wie Zufriedenheit oder Dankbarkeit? Oder spüre ich eher ein negatives Gefühl wie Frust, Ärger oder Überforderung?
Weitere Techniken helfen mir dabei, ganz bewusst positive Gefühle zu aktivieren. Dadurch kann ich mein Nervensystem unterstützen, wieder mehr in Balance zu kommen, meine Energie erhöhen und den Zugang zu meiner Intuition – oder meiner Herzintelligenz – stärken. Die Übungen zur Herzkohärenz wurden vom HeartMath®-Institut in Kalifornien entwickelt. Das Institut beschäftigt sich seit rund 30 Jahren mit der Erforschung des Herzens und der Herzintelligenz. Unter anderem wurde dort ein Biofeedback-System entwickelt, mit dem sich Herzkohärenz sichtbar und messbar machen lässt.
Und ja – mein Kopfmensch – Ich war begeistert.
Denn plötzlich konnte ich auf einem Bildschirm sehen, ob ich die Übungen richtig mache und was sich in meinem Körper verändert. Ich übe mittlerweile seit etwa vier Jahren mit dem Inner Balance Sensor. Und was ich für mich dadurch gelernt habe, ist vor allem eines: Ich kann immer leichter wahrnehmen, wie sich unterschiedliche innere Zustände anfühlen. Und ich kann immer besser bewusst einen Zustand von Ruhe, Wertschätzung und innerer Balance herstellen. Nicht immer. Nicht auf Knopfdruck. Aber immer öfter. Und genau das empfinde ich als unglaublich wertvoll.
Der Kopf darf bleiben. Ich sehe meinen Weg in der Verbindung von Verstand und Herz.
Mein Verstand ist ein wunderbares Werkzeug. Ich möchte ihn nicht ausschalten. Ich möchte vielmehr entdecken, was es neben dem Denken noch gibt. Mein Verstand kann analysieren, strukturieren, hinterfragen und Zusammenhänge erkennen. Mein Herz und mein Körper geben mir gleichzeitig Zugang zu meinen Gefühlen, meiner Intuition und zu dem, was sich für mich stimmig anfühlt. Für mich bedeutet „vom Kopf ins Herz“ deshalb nicht, den Kopf zu verlassen.
Es bedeutet, ihm das Herz an die Seite zu stellen.
Denken und fühlen.
Verstehen und wahrnehmen.
Analysieren und vertrauen.
Verstand und Herz.
Und je mehr ich lerne, diese verschiedenen Ebenen miteinander zu verbinden, desto vollständiger fühlt sich mein Erleben an.
Mehr Herz im Leben
Mein persönliches Ziel ist deshalb, den Zugang zu meiner Herzintelligenz weiter zu vertiefen, meinen Körper immer wieder in Balance zu bringen und immer mehr aus dieser Verbindung von Verstand und Herz heraus zu leben. Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, weniger zu denken oder immer nur auf sein Herz zu hören.
Vielleicht geht es darum, beides zu nutzen.
Unseren Verstand – und unsere Intuition.
Unser Wissen – und unsere Erfahrung.
Unsere Gedanken – und unsere Gefühle.
Und vielleicht können wir genau dadurch auch ein bisschen mehr Herz in unsere Beziehungen, unsere Familien, unsere Arbeit und in unser gesellschaftliches Miteinander bringen. Denn vielleicht brauchen wir nicht noch mehr Menschen, die alles wissen und alles erklären können. Vielleicht brauchen wir Menschen, die denken und fühlen können. Die ihren Verstand nutzen – und trotzdem ihrem Herzen zuhören.
Vom Kopf ins Herz.
Vom Denken ins Fühlen.
Für ein erfülltes Leben.
Auf meiner Seite zum Herzkohärenztraining findest du weitere Informationen zum Thema sowie Links zu HeartMath® Deutschland und HeartMath® USA.
Wenn du neugierig geworden bist und Herzkohärenztraining einmal selbst ausprobieren möchtest, freue ich mich über deine Nachricht.
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